Maßnahmen zur Entlastung und Stärkung des Ehrenamtes ins Jahressteuergesetz 2020 aufgenommen

17. Dezember 2020

Der Tag des Ehrenamts am 5. Dezember ist noch gar nicht so lange her, weshalb es umso erfreulicher ist, dass es jetzt zum Jahresende sehr gute Nachrichten für gemeinnützige Vereine und ehrenamtliche Engagierte gibt. Denn Wertschätzungen durch Danksagung und Applaus sind das eine, spürbare Unterstützungen durch den Abbau bürokratischer und finanzieller Belastungen sind aber mindestens ebenso wichtig.

Am Mittwoch hat der Bundestag den Gesetzentwurf der Bundesregierung zum Jahressteuergesetz 2020 verabschiedet. Damit wurden auch wichtige Maßnahmen zur Entlastung und Stärkung des Ehrenamtes beschlossen, die ursprünglich auf die Bundesratsinitiative „Steuerliche Vereinfachungen und Entlastungen für die Mitte der Gesellschaft“ der Landesregierung Nordrhein-Westfalen zurückgehen.

Dass das Ehrenamt besondere Wertschätzung verdient, zeigt sich gerade jetzt in der Corona-Pandemie noch einmal mehr denn je. Ehrenamtlich und gemeinnützig Engagierte leisten einen unverzichtbaren Beitrag für den Zusammenhalt in unserem Land und bereichern die Gesellschaft als wichtige Stütze des Gemeinwesens. Deshalb hat sich Nordrhein-Westfalen seit 2018 im Austausch mit den anderen Ländern und auf Bundesebene mit Nachdruck für gemeinnützige Vereine und ehrenamtliche Engagierte eingesetzt. Dass die Bundesratsinitiative „Steuerliche Vereinfachungen und Entlastungen für die Mitte der Gesellschaft“ aus Nordrhein-Westfalen jetzt am vergangenen Mittwoch im Jahressteuergesetz 2020 aufgenommen wurde, ist wirklich eine gute Nachricht.

Mit den beschlossenen Änderungen erhalten gemeinnützige Organisationen und ehrenamtlich Engagierte nun mehr Unterstützung:

Künftig werden gemeinnützige Vereine erst dann Körperschafts- oder Gewerbesteuer zahlen müssen, wenn ihre Bruttoeinnahmen 45.000 Euro übersteigen. Die bisherige Freigrenze liegt bei 35.000 Euro. Der Steuerfreibetrag für Einnahmen z.B. aus der Tätigkeit als Übungsleiter wird von 2.400 auf 3.000 Euro angehoben, der Freibetrag für die Ehrenamtspauschale von 720 auf 840 Euro. Kleinere Vereine werden unterstützt, indem die Pflicht zur zeitnahen Mittelverwendung bei jährlichen Einnahmen bis zu 45.000 Euro abgeschafft wird.

Soweit, so gut. In Nordrhein-Westfalen gehen wir aber noch einen großen Schritt weiter und stocken die Haushaltsmittel für das bürgerschaftliche Engagement in den kommenden Jahren um 24 Millionen Euro auf. Dadurch können Vereine im Rahmen des Corona-Sonderprogramms „Heimat, Tradition und Brauchtum“ einen Zuschuss von bis zu 15.000 erhalten. Außerdem unterstützen wir Vereine aus dem Breitensport mit einem zusätzlichen Hilfspaket in Höhe von 15 Millionen Euro. So zeigen wir, dass das Ehrenamt vor Ort uns mehr als allen anderen am Herzen liegt.

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