2.691.000 Euro für den Bahnhof Dormagen Chempark

9. Dezember 2020

Das erklärte Ziel des Landes Nordrhein-Westfalen ist es, den Anteil der Menschen die mit dem ÖPNV Strecken zurücklegen langfristig zu steigern. Dafür ist es notwendig, den Menschen ideologiefrei ein besseres Mobilitätsangebot zu machen, mit dem sie zu jeder Zeit ihr persönliches Mobilitätsbedürfnis adäquat befriedigen können und den ÖPNV zu einer echten Alternative zum motorisierten Individualverkehr (MIV) auszubauen. Die grundlegende Attraktivitätssteigerung des ÖPNV ist hier ein wesentlicher Baustein. Außerdem wäre es ein großer Schritt in Richtung Klimaschutzziele im Verkehrssektor, wenn mehr Reisende vom Auto auf die Schiene umsteigen. Damit das gelingt, muss der ÖPNV aber zugänglicher, leistungsstärker, verlässlicher und auch innovativer werden.

Zur Steigerung der Attraktivität des ÖPNV hat das Land bereits im Dezember 2019 eine breit angelegte ÖPNV-Offensive beschlossen und damit eine Vielzahl von Projekten initiiert, die den ÖPNV überall im Land verbessern. Jetzt profitiert auch der Bahnhof Dormagen Chempark im Bereich der Bahnhofsmodernisierung. Mit den dafür rund 2.691 Millionen Euro zur Verfügung stehenden Mitteln soll neben der Modernisierung des Bahnhofs insbesondere die barrierefreie Gestaltung in den Fokus genommen werden. Im Koalitionsvertrag von CDU und FDP wurde der barrierefrei Ausbau von Bahnhöfen, Bus- und Straßenbahnhaltestellen als unabdingbar für eine erfolgreiche Inklusion verankert. Das erklärte Ziel ist es, bis zum 1. Januar 2022 eine vollständige Barrierefreiheit zu erreichen.

Die NRW-Koalition hält natürlich Wort und arbeitet gradlinig an der Erreichung dieses Ziels. Denn ein zukunftsgerechter ÖPNV kann nur dann gesamtgesellschaftlich angenommen werden und als grundsätzliche Alternative zum MIV werden, wenn er von allen ohne Hilfe problemlos erreichbar und nutzbar ist.

Hintergrund:

Über das aktuelle Bundesprogramm „Förderinitiative zur Attraktivitätssteigerung und Barrierefreiheit von Bahnhöfen (FABB – Säule 2 [1.000 Bahnhöfe-Programm])“ wird die Barrierefreiheit kleinerer Verkehrsstationen generell gefördert. Das Land beteiligt sich hieran mit 50 %. Als Maßnahme im besonderen Landesinteresse gemäß § 13 Abs. 1 Nr. 8 ÖPNVG NRW fördert das Land die Barrierefreiheit von Stationen mit 1.000 bis 4.000 Reisenden pro Tag. Dafür wird das Land Nordrhein-Westfalen 24 Millionen Euro aus Regionalisierungsmitteln im Rahmen dieser Co-Finanzierung bereitstellen. Neben der Beteiligung des Landes sowie eines gleich großen Bundesanteils beteiligt sich auch die DB mit einem Eigenanteil.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.