Solo-Selbstständige in Existenznöten: Unternehmerlohn jetzt!

11. November 2020

Die sogenannten Solo-Selbstständigen werden von der Corona-Pandemie in wirtschaftlicher Hinsicht besonders hart getroffen. Durch Schließungen sowie Absagen und Verschiebungen von bereits geplanten Veranstaltungen ist den Solo-Selbstständigen etwa in der Kunst- und Kulturszene zum Teil bis zu 100 Prozent des Einkommens weggebrochen. Mit der in dieser Woche in Kraft getretenen Schließung von Freizeiteinrichtungen, zu denen auch Konzerthäuser, Kinos und Museen gehören, ist – zumindest im November – keine Besserung der Situation zu erwarten. Insgesamt könnten aktuell bereits mehr als anderthalb Millionen Solo-Selbstständige in Deutschland in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht sein. Hinzu kommt, dass die Förderbedingungen des Bundes bei der Soforthilfe reale Problemlagen bislang verkennen. So darf die finanzielle Hilfe bislang nur für Betriebskosten ausgegeben werden und nicht, wie zunächst angekündigt, auch für den privaten Lebensunterhalt.

Um Verdienstausfälle abzufangen und auch den Kunst- und Kulturschaffenden einen Weg durch die Krise zu bereiten, braucht es dringend einen Unternehmerlohn! Dabei handelt es sich um ein fiktives Gehalt, dass an die Betroffenen ausgezahlt wird, ohne dass ihnen Auflagen gemacht werden, wofür sie das Geld nutzen müssen. Die Landesregierung wird sich im Rahmen der Corona-Hilfen auf Bundesebene dafür einsetzen.

Zu dem vollständigen Antrag der NRW-Koalition kommen Sie hier:

https://landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD17-11660.pdf

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