Landesfachstelle „Prävention sexualisierte Gewalt“ ist wichtige Stütze für den Kinder- und Jugendschutz vor Ort

29. Oktober 2020

Die Landesregierung hat die Bekämpfung sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in den Fokus genommen und erheblich verstärkt. In diesem Zuge wurde jetzt die Landesfachstelle „Prävention sexualisierte Gewalt“ gegen Kinder und Jugendliche eröffnet. Die Landesfachstelle, die zu Beginn mit 4,5 Personalstellen ausgestattet ist, fungiert als allgemeine Anlaufstelle für Fachkräfte und Personal. Sie soll Angebote für die Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen und deren Eltern verbreiten, gemeinsam mit den Trägern und Einrichtungen im Feld fachliche Empfehlungen für die praktische Arbeit im Kinderschutz vereinbaren und durch Qualifizierungs- und Fortbildungsangebote unterstützen.

Die Einrichtung der Fachstelle ist der richtige Schritt, denn wir als gesamte Gesellschaft, aber gerade die Politik und die Landesregierung müssen auch auf Themen und Phänomene schauen, die unangenehm bis verstörend sein können. Zweifelsfrei gehört das Thema sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche dazu. Umso wichtiger ist es, dass die Landesregierung der erklärten verstärkten Bekämpfung von sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche jetzt schon erste Schritte folgen lässt. Denn die bittere Wahrheit ist, dass viele Mädchen und jungen regelmäßig sexuelle Gewalt erleiden müssen. Das Ziel muss es sein, dass solch abscheuliche Taten erst gar nicht passieren, weshalb in der neuen Landesfachstelle richtigerweise ein Fokus auf Prävention gelegt wird.

Besonders wichtig ist dabei die Unterstützungsfunktion, die die Landesfachstelle sowohl für die freien Träger als auch für die Jugendämter vor Ort einnehmen wird. Das Thema sexualisierter Gewalt gegen Kinder wurde lange nicht angemessen behandelt, weshalb in breiten Kreisen noch keine fachliche Expertise vorhanden sein kann. Als Anlaufstelle für Fachberatungsangebote für Personal und Fachkräfte in der freien Kinder- und Jugendhilfe sowie den Jugendämtern wird sie maßgeblich dazu beitragen, dass schlagkräftige Präventions- und Interventionsstrukturen gegen sexualisierte Gewalt im Kinder- und Jugendschutz etabliert werden.

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