Vor die Krise kommen – Klimaresilienz der Städte steigern

26. Oktober 2020

Wie wichtig Krisenvorsorge ist, zeigt uns ganz aktuell auf eindrückliche Art und Weise die Corona-Pandemie. Aufgabe der Politik ist es, daraus Schlüsse zu ziehen und in Bereichen in denen es möglich ist, schon jetzt mit konkreter Krisenvorsorge zu beginnen. Ein der größten Krisen unserer Zeit ist zweifelsfrei die Klimakrise. Deshalb begrüße ich das Sofortprogramm „Klimaresilienz in Kommunen“ des Umweltministeriums Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von 12 Millionen Euro sehr. Es bietet den Kommunen ab sofort eine zusätzliche Unterstützung bei der Anpassung an den Klimawandel. Denn wie notwendig die Steigerung der Klimaresilienz ist, haben uns mehrere Ereignisse der jüngeren Vergangenheit eindringlich vor Augen geführt. Zu denken ist hier nur an vollgelaufene Keller aufgrund von Starkregen. Auch enorme Hitzegebiete in Innenstädten sind heute keine Seltenheit mehr.

Das Ziel klimaresilienter Strukturen ist es, dass eventuelle oder wahrscheinlich auftretende Störungen absorbiert werden können, ohne dass dadurch ein größerer Schaden entsteht. Klimaresiliente Städte können also aktuellen und zukünftigen Herausforderungen mit Bezug zum Klimawandel trotzen, ohne dass mit Blick auf die Lebensqualität im öffentlichen Raum, der Infrastruktur und dem Gesundheitswesen Einbußen zu verzeichnen sind.

Förderfähig im Rahmen des Sofortprogramms „Klimaresilienz in Kommunen“ sind zum Beispiel investive Maßnahmen zur Hitzeminderung in öffentlichen Räumen, wie z.B. auf Plätzen, Straßen und anderen von Fußgängern genutzten Stadträumen oder Flächen, die im Eigentum der Kommune sind. Dazu zählen auch Spiel- und Bolzplätze in kommunalem Besitz und kleinere Flächen im direkten Wohnumfeld. Die Förderung erfolgt, bei Erfüllung der Fördervoraussetzung, als nicht rückzahlbarer Zuschuss. Dafür ist zum einen die mögliche Betroffenheit durch den Klimawandel darzustellen, zum anderen ist deutlich zu machen, welchen Beitrag die umzusetzenden Maßnahmen zur Klimaanapassung in den Kommunen leisten.

 

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