Lehrkräfteversorgung sicherstellen und die Möglichkeiten der passgenauen Lehrerausbildung nutzen

17. September 2020

Die Verbesserung der Lehrkräfteversorgung ist für die NRW-Koalition eine elementar wichtige Aufgabe. Unmittelbar mit Übernahme der Regierungsverantwortung wurde durch eine Vielzahl von Maßnahmen zu einer spürbaren und stetigen Verbesserung der Situation beigetragen.  So haben bis 15.2.2020 418 Lehrkräfte für das Lehramt für Gymnasien und Gesamtschulen (Sekundarstufe II) das Angebot angenommen, für zwei Jahre an einer Grundschule zu arbeiten. Die Maßnahme, Sek II-Lehrkräften an S I-Schulen eine Laufbahnwechselgarantie anzubieten, hat bereits zu 178 Arbeitsverträgen geführt. 1.058 Pensionäre setzen ihre Tätigkeit im Schuldienst fort bzw. haben diese wiederaufgenommen. Seit 2017 konnten insgesamt in allen Schulformen 2.736 Seiteneinsteiger für den Schuldienst gewonnen werden.

Zudem haben die Landesregierung und die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen eine gemeinsame Studienplatz-Offensive im November 2019 für die Lehrkräfte von morgen vereinbart und schaffen im pädagogischen Bereich 1.000 zusätzliche Studienplätze an den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen. In den vier Bereichen Grundschullehramt, Sonderpädagogik, Pflegepädagogik und Sozialpädagogik können damit allein in den nächsten fünf Jahren bis zu 5.000 Studierende zusätzlich ein Studium an einer nordrhein-westfälischen Hochschule beginnen. Der Ausbau der Studienplätze in der Pflegepädagogik startete bereits im Wintersemester 2019/20, in den übrigen drei Bereichen ab dem Wintersemester 2020/21. Mit dieser Entscheidung tragen die Landesregierung und die Hochschulen dem dringenden Fachkräftebedarf in den vier Bereichen sowie der jüngsten Lehrkräftebedarfsprognose für Nordrhein-Westfalen Rechnung. Die notwendigen Mittel in Höhe von rund 115 Millionen Euro bis 2025, die für den dauerhaften Ausbau der zusätzlichen Studienplatzkapazitäten notwendig sind, werden gemeinsam vom Land und den beteiligten Hochschulen bereitgestellt. Im Grundschullehramt werden damit dauerhaft 300 weitere Bachelor-Studienplätze und später anwachsend die zugehörigen Masterstudienplätze eingerichtet. Damit haben Land und Hochschulen seit Beginn der Legislaturperiode im Grundschullehramt insgesamt knapp 700 neue Plätze geschaffen und dauerhaft eingerichtet. Im Lehramt für sonderpädagogische Förderung (Lehrkräfte an Förderschulen und im Gemeinsamen Lernen) werden die Kapazitäten um weitere 500 Bachelorplätze und später aufwachsend die zugehörigen Masterstudienplätze erweitert. Bereits 2018 waren in der Sonderpädagogik 250 zusätzliche Plätze geschaffen bzw. gesichert worden.

Mit unserem Antrag wollen wir jetzt weitere Beratungsangebote an Hochschulen initiieren, um den individuellen Bedürfnissen von Studierenden gerecht zu werden. So soll geprüft werden, welche Beratungsangebote es an Hochschulen gibt, um den individuellen Bedürfnissen von Studierenden gerecht zu werden. Möglich wäre dann zum Beispiel, dass leistungsstarke Studierende eher zum Abschluss des Studiums gelangen und als Lehrkraft arbeiten können. Außerdem ist zu prüfen, wie schulische Vortätigkeiten verstärkt auf die Dauer des Vorbereitungsdienstes angerechnet werden können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.