Alleinerziehende Erwerbstätige werden unterstützt und entlastet

27. April 2020

Seit Donnerstag, dem 23. April 2020 können noch mehr Eltern als bisher die Notbetreuung ihrer Kinder in Kitas und Kindertagespflege beanspruchen. Um dies zu ermöglichen, wurden weitere Berufsgruppen als systemrelevant eingestuft. Ab heute, dem 27. April 2020 können darüber hinaus alle erwerbstätigen Alleinerziehenden auf Betreuungsangebote für ihre Kinder zurückgreifen. Die Unterstützung und Entlastung ist mir eine Herzensangelegenheit und aus diesem Grund hatte ich Minister Dr. Stamp angeschrieben. Die schnelle Umsetzung freut mich deshalb ganz besonders.

Alleinerziehende sind es, die in der aktuellen Situation besondere Herausforderungen zu meistern haben. Dies ist insbesondere für Frauen in Nordrhein-Westfalen ein sinnvoller und wichtiger Schritt, da diese rund 90 Prozent aller Alleinerziehenden ausmachen. Ihnen erleichtern wir es damit, die Erwerbstätigkeit auch in der Krise beibehalten zu können.

Damit führt die NRW-Koalition ihren konsequenten Weg zur Entlastung von Eltern bei gleichzeitigem Infektionsschutz in der Krise fort: Mit der Sicherstellung der Notbetreuung für Kinder von Schlüsselpersonen hat die Landesregierung am Anfang der Corona-Pandemie schnell das Funktionieren wesentlicher Infrastruktur abgesichert. Kurz darauf wurde die Betreuung der von Gewalt betroffenen oder bedrohten Kinder und Jugendlichen ermöglicht. Dies war und ist ein wichtiger Beitrag zum Kinderschutz in Nordrhein-Westfalen. Dass jetzt der Personenkreis erneut erweitert wird, ist ein wesentlicher Schritt in Richtung einer neuen, verantwortungsvollen Normalität. Die Strategie der schrittweisen Erweiterung zeigt zudem, wie ein gutes Krisenmanagement die Lage ständig neu bewertet und die Rahmenbedingungen entsprechend anpasst.

 

Zum Hintergrund:

Das Angebot der Notbetreuung in Nordrhein-Westfalen gilt für Kinder, deren Eltern in der sogenannten kritischen Infrastruktur tätig sind. Bislang zählen Berufstätige aus zehn Sektoren zum Kreis der Berechtigten. Darunter jene aus zentralen Bereichen wie etwa dem Gesundheitswesen, der Energie-, Wasser- und Lebensmittelversorgung oder der öffentlichen Verwaltung. Die Notbetreuung wird ab dem 23. April 2020 um weitere Berufsgruppen und damit Anspruchsberechtigte moderat erweitert. Die Jugend- und Familienministerkonferenz hat zudem beschlossen, unter Leitung von Nordrhein-Westfalen und Brandenburg ein Konzept zu erarbeiten, unter welchen Kriterien weitere Schritte der Öffnung der Kindertagesbetreuung möglich sind. Empfehlungen sollen der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten rechtzeitig vor der nächsten gemeinsamen Beratung am 30. April vorliegen.

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