Häusliche Gewalt – Informationen zum Umgang mit ihr und wie sie sich verhindern lässt

26. März 2020

Die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus wirken sich auch auf das soziale Miteinander in den eigenen vier Wänden aus. Die Einschränkung des öffentlichen Lebens führt dazu, dass wir mehr Zeit in geschlossenen Räumen verbringen. Dies fördert mitunter zwischenmenschliche Konflikte. Folgend erhalten Sie Informationen, wie Sie bei sich anbahnender oder bereits stattgefundener Gewalt helfen können.

Wie kann ich das einschätzen? Es kann ja auch einfach ein Streit sein. Gibt es etwas, woran ich erkenne, dass es ernst ist?

Ich glaube, die meisten von uns haben ganz gute Instinkte. Wir hören ja, ob sich da zwei gegenseitig anschreien oder ob ein Mensch einen anderen demütigt und klein macht. Vielleicht hören wir auch Geräusche, die auf tätliche Angriffe hindeuten. Wenn wir selbst ein Gefühl der Gefahr wahrnehmen und den Impuls haben, uns in Sicherheit zu bringen, dann wäre es ein guter Zeitpunkt, um aktiv zu werden.

 

Betroffene finden Hilfe unter:

08000 116 016  –  www.hilfetelefon.de  –  bundesweites Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“

116 111  –  www.nummergegenkummer.de  – „Nummer gegen Kummer“ für Kinder und Jugendliche

0800 111 0550  –  www.nummergegenkummer.de  –  Elterntelefon der „Nummer gegen Kummer“ für betroffene Eltern

 

Fünf konkrete Tipps für die Nachbarschaft:

Drüben knallt es, was kann ich tun?

  1. Hinschauen: Augen auf, Ohren auf! Nicht ignorieren! Jetzt ist mehr denn je die Nachbarschaft gefragt.
  2. Informieren: Drucken Sie Zettel mit der Rufnummer des bundesweiten Hilfetelefons 08000 116 016 aus und hängen Sie sie im Hausflur auf oder werfen Sie sie in alle (!) Briefkästen des Hauses.
  3. Deeskalieren: Nur, wenn die eigene Sicherheit nicht gefährdet ist: unterbrechen Sie Konfliktsituationen mit einem harmlosen Anliegen. Wenn die Nachbarn schreien, gehen Sie klingeln und borgen sich Mehl.
  4. Kontaktieren: Nehmen Sie Kontakt zu Betroffenen auf (Achtung: Nicht vor dem Täter!) und bieten Sie an, zuzuhören, Hilfe zu vermitteln, ein Telefon zu benutzen. Nicht wundern, wenn die Betroffene alles abstreitet.
  5. Alarmieren: Wenn es richtig knallt hinter der Wand, dann zögern Sie nicht und rufen Sie die Polizei unter 110. Der Anruf kann ein Leben retten!

 Quelle: Netzwerk der brandenburgischen Frauenhäuser e.V.

 

 

 

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