Der Pakt für Kinder und Familie schafft finanzielle Stabilität

24. Mai 2019

Mit dem Pakt für Kinder und Familien in NRW mit einem Rekordvolumen von rund 1,3 Milliarden Euro jährlich kann eine massive Qualitätssteigerung in der Kindergartenbetreuung gelingen, die neben der KiBiz-Reform auch eine Platzausbaugarantie sowie ein weiteres beitragsfreies Kita-Jahr umfasst.

Im Vordergrund der Reform steht die bessere und zukunftssichere Finanzierung der Kindertageseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen. Im Vergleich mit dem heute geltendem Kinderbildungsgesetz werden die Kindpauschalen ab dem Kita-Jahr 2020 um ca. 30% bis 40% erhöht. Das KiBiz bringt also deutliche finanzielle Verbesserungen mit sich.
Waren es bisher Z.B. in der Gruppenform I (Kinder im Alter von zwei Jahren bis zur Einschulung) bei einer wöchentlichen Betreuungszeit von 35 Stunden 6.283,69 Euro Kindpauschale, werden es zukünftig 8.543,85 Euro sein, also ein Plus von ca. 35%.
Viele Träger mussten wegen unzureichender Refinanzierung zu Lasten der Betreuungsqualität und zu Lasten ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Personal einsparen, die Einrichtung in kommunale Trägerschaft abgeben oder sogar schließen. Das größte Problem des Finanzierungssystems war, dass in den vergangenen Jahren die Entwicklung der finanziellen Förderung der Kindertageseinrichtungen und die Steigerung der realen Kosten deutlich auseinanderging.

Wir sorgen nun für ein auskömmliches Finanzierungssystem, das die tatsächliche Tarifentwicklung des Personals jetzt und auch in Zukunft
berücksichtigt. Allein rund 750 Mio. Euro fließen im Kindergartenjahr 2020/2021 zur Beseitigung der Unterfinanzierung aus der Vergangenheit in die Kitas.
Die Situation in den Kitas wird auch über weitere Maßnahmen, die im Gesetzesentwurf verankert sind, verbessert. Dazu gehören die Zuschüsse für Familienzentren, die im Startjahr von 13.000 Euro auf 20.000 Euro je Einrichtung erhöht werden. Die Mittel für die alltagsintegrierte Sprachförderung werden verdoppelt und betragen nun 50 Mio Euro.

Ein wichtiger Meilenstein liegt in der künftigen Unterstützung für diejenigen Träger, die ausbilden: sie werden künftig vom Land zusätzlich finanziell unterstützt. Insbesondere für die praktische Ausbildung von angehenden Erzieherinnen und Erziehern in den Einrichtungen wird mehr Geld zur Verfügung gestellt. Diese Mittel sollen einerseits die angemessene Vergütung der Auszubildenden und andererseits die Ressourcen für eine qualifizierte Praxisanleitung sichern. Für die praxisintegrierte Ausbildung (piA) im ersten Jahr gibt es 8.000 Euro pro Ausbildungsplatz, im zweiten und dritten Jahr jeweils 4.000 Euro. 4.000 Euro gibt es auch für das Anerkennungsjahr von Schülerinnen und Schülern im letzten Jahr der „klassischen“ Erzieherausbildung.

Damit gehen wir in die richtige Richtung und schaffen finanzielle Anreize für die Träger, um mehr junge Menschen zu Erziehern auszubilden. Damit erfüllt das Land die Forderungen, um die Ausbildung für alle Beteiligen attraktiver zu machen. Dies wird in der Zukunft auch hier vor Ort nützlich sein, wenn eine genügende Anzahl an Fachkräften für die Kinderbetreuung zur Verfügung steht.
In der laufenden Legislaturperiode wird jeder benötigte Kita-Platz, den Kirchen, freie Träger und Kommunen für Ü3 und U3 beantragen vom Land gefördert. Zukünftig stehen mindestens 115 Millionen Euro Landesmittel zur Verfügung. Anträge können für alle Maßnahmen gestellt werden, mit denen ab dem 8. Januar 2019 begonnen wurde. Für die Eltern reduziert sich die finanzielle Belastung durch ein weiteres elternbeitragsfreies Jahr.

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