„Mit den richtigen Rahmenbedingungen können wir alles“

3. April 2019

Zum Werkstattgespräch unter dem Motto „Herausforderungen für Frauen in der Arbeitswelt“ hat die Führung der CDU-Landtagsfraktion zusammen mit mir als frauenpolitische Sprecherin eingeladen. Die Resonanz fiel so beachtlich aus, dass der Fraktionssaal der CDU im Landtag fast bis auf den letzten Platz besetzt war. Über 80 Frauen und Männer nahmen an den Impulsvorträgen und der anschließenden Diskussion teil, stellten konkrete Forderungen an die Politik, sahen aber auch jeden Unternehmer und Arbeitnehmer in der Pflicht, gemeinsam anzupacken.
Sechs spannende Impulsvorträge folgten dem Grußwort des Fraktionsvorsitzenden Bodo Löttgen.
Die Ministerin für Gleichstellung, Ina Scharrenbach, hat neben eigenen Impulsen klare Antworten aus ihrem Verantwortungsbereich gegeben.
Als Gastgeberin des Gespräches erinnerte ich die Anwesenden an den historischen Weg der Frauenrechte, der den Weg für uns heute ebnete, angefangen mit der Einführung des Frauenwahlrecht vor 100 Jahren bis hin zu der modernen Arbeitskommunikation im Jahr 2019 über Smartphones oder Online-Meetings. Dabei stellte sich mir die Frage, wie die Veränderungen des technischen Fortschritt die Arbeitswelt insbesondere für Frauen verbessern könnten und wo die Risiken lägen, die die Diskussionsrunde angeregt beantwortete.

Ganz besonders habe ich mich gefreut, dass mit der Grevenbroicherin Helga Wachtmeister eine erfolgreiche Unternehmerin aus meinem Wahlkreis die Veranstaltung im Düsseldorfer Landtag bereicherte. Helga Wachtmeister präsentierte keine trockenen Zahlen und Statistiken, sondern – in ihrer typischen, anpackenden Art – die eigene Organisation der „Wachtmeister Genusswelt“, wo sie Mütter von Babies und Schulkindern beschäftigt mit all den bekannten Herausforderungen, wie plötzlichen Kinderkrankheiten oder Spielplatzunfällen. Wachtmeister appellierte damit an alle Unternehmer, Frauen in der Familienphase einzustellen. „Die Loyalität meiner Mitarbeiterinnen, ihre Flexibilität und ihr Einsatz für meine Firma ist gerade mit dem Spagat der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erklären. Keine meiner Mitarbeiterinnen lässt mich hängen, ich kann mich 100prozentig auf sie verlassen – und das gebe ich an sie auch zurück“ fasste Helga Wachtmeister den erfolgreichen Geist ihres Unternehmens zusammen.

Wir Frauen wollen alles machen: arbeiten UND uns um die Kinder und Familie kümmern. Die Politik muss hierfür entsprechende Rahmenbedingungen sorgen, die dies bestmöglich erlauben. Mit Frau Wachtmeister  war ich mir einig, dass alle Beteiligten – die Politik, die Unternehmerschaft und die Arbeitnehmer – sich als eine Einheit sehen müssen, die ausschließlich gemeinsam die Herausforderungen der Frauen in der Arbeitswelt meistern kann.

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