Laienreanimation gehört an die Schule!

21. September 2018

In der gestrigen Sitzung des Landtages brachte die CDU-Landtagsfraktion gemeinsam mit der FDP einen Antrag ein, der einstimmig angenommen wurde. Dieser zielt auf die Weiterentwicklung des Projekts „Laienreanimation an Schulen“  ab, das die Kompetenz Menschenleben zu retten stärken soll. Der Antrag basiert auf dem Arbeitskreis Gesundheit.

Nach aktuellen Daten des Deutschen Reanimationsregisters erleiden in Deutschland jährlich mindestens 50.000 Menschen einen Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb eines Krankenhauses. Dabei überleben nur rund zehn Prozent der Betroffenen. In fast der Hälfte der Fälle wird ein Kreislaufstillstand von Laien, wie zum Beispiel Angehörigen, beobachtet. Da das Gehirn bereits drei bis fünf Minuten ohne Sauerstoffversorgung irreversibel geschädigt wird, Rettungsdienste oder Notärzte aber in der Regel erst später eintreffen, ist die sofortige Aufnahme der Wiederbelebungsmaßnahme durch Laien entscheidend.

In Nordrhein-Westfalen hat das Ministerium für Schule und Bildung daher zum Schuljahresbeginn 2017/2018 das landesweite Modellprojekt „Laienreanimation an Schulen in Nordrhein-Westfalen“ mit einer Laufzeit von drei Jahren gestartet. Rund 120 Schülerinnen und Schüler nehmen bereits teil. Nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiolgie und Intensivmedizin (DGAI)  könnten bei einer entsprechenden Steigerung in Deutschland pro Jahr rund 10.000 Menschen mehr überleben.

Zur besseren Ausstattung der bereits am Projekt beteiligten Schulen und der Schulung der Lehrkräfte sowie zur Ausweitung auf weitere Schulen hat die NRW-Koalition im Zuge der Beratungen des Landeshaushaltes 2018 zusätzliche Mittel in Höhe von 100.000 Euro zur Verfügung gestellt.

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