Abschlussübernachtung im Kindergarten? Ist und bleibt erlaubt!

7. Juni 2018

Die Übernachtungsparty ist ein beliebter Höhepunkt des letzten Kindergartenjahres. Sie ist sinnvoll und für die Kinder wünschenswert, weil sie, als häufig erste Übernachtung außerhalb von Familie oder Verwandt­schaft, die Eigenständigkeit und das Selbstbewusstsein der teilnehmenden Kinder fördert. Derartige Übernachtungen sind und bleiben in nordrhein-westfälischen Kindertagesstätten weiterhin erlaubt und an der Tagesordnung.

Sofern die Baugeneh­migung das (gelegentliche) Übernachten in der Kindertagesstätte um­fasst, gilt dies ohnehin. Nur sofern dies bei einer einzelnen Kinderta­gesstätte nicht der Fall sein sollte, müsste die konkrete Zustimmung der jeweils zuständigen unteren Bauaufsichtsbehörde eingeholt wer­den. Diese kann erteilt werden, wenn grundlegende Regeln des Brandschutzes eingehalten sind. Diese Regelung ist selbsterklärend sinnvoll und unabdingbar! Entsprechende Vorgaben sind den Kommunen seit 13 Jahren bekannt und dienen dazu, den Schutz für Leib und Leben der übernachtenden Kinder sicher zu stellen. So können die Eltern beruhigt schlafen und wissen, dass ihr Kind im Kindergarten genauso sicher übernachtet wie zu Hause im Kinderzimmer.

Um die Übernachtungen in Kindergärten zu ermöglichen, sind folgende einfa­che Regelungen einzuhalten:

– Es muss eine erwachsene Person im Übernachtungsraum an­wesend sein (Standard).

– Mögliche Fluchtwege dürfen nicht versperrt sein (Schlafsäcke müssen geordnet im Raum ausgelegt werden).

– Taschenlampen (übliches Utensil bei Pyjama-Partys) müssen als „stromnetz-unabhängige Lichtquellen“ vorhanden sein.

– Ein Informationsaushang ist für den Ernstfall im Gebäude an­zubringen.

Die Empfehlung der Landesregierung diesbezüglich lautet, dass den Kommunen ein unbürokratischer Umgang mit den Anforde­rungen nahegelegt wird. Seitens der Landesregie­rung bestehen somit – wie bisher – keine Hindernisse für das Über­nachten im Kindergarten zum Abschluss des aktuellen Kindergarten­jahres.

Daher stellt sich hier lediglich die Frage, wie unsere Städte und Gemeinden diesen Aufwand unbürokratisch und kurzfristig regeln. Eine Anleitungsbroschüre für die Kindergartenleitungen und Eltern halte ich daher für äußerst sinnvoll.

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