IHK-Aktion „Schichtwechsel“: Gehörschutz statt Handy

9. Mai 2018

Auf Einladung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein absolvierte ich gestern ein Kurz-Praktikum in der Fertigung des Grevenbroicher Unternehmens FWG-IHW techn. Federn GmbH. Ziel der IHK-Aktion ist es, den Austausch zwischen Politik und Unternehmen zu fördern.

So erläuterte IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz: „Immer wieder beklagen sich Unternehmen über praxisferne Entscheidungen der Politik, die zu zusätzlichen bürokratischen und finanziellen Belastungen der Unternehmen führen.“ Da mir der Austausch mit den Menschen, aber auch den Unternehmen in meinem Wahlkreis sehr wichtig ist, habe ich sofort zugesagt.

Im Unternehmen von Manfred Albrecht bekam ich so einen Eindruck von der körperlich anspruchsvollen Arbeit an den Brennöfen in der Härtnerei. Neben dem Grevenbroicher Standort verfügt das Unternehmen mit rund 60 Mitarbeitern über weitere Standorte in Velbert, Schwelm  sowie in Johnson City (Tennessee/USA). Fast 40 Prozent der Federn gehen in den Export. Kunden sind Schloss- und Armaturenhersteller sowie der Kraftwerk-, Fahrzeug- und Anlagenbau.

Insbesondere die zunehmenden Energiekosten bereiten dem Mittelständler Sorgen. „Wir haben Energiekosten von etwa 500.000 Euro pro Jahr“, berichtete Albrecht. „Damit kleinere, energieintensive und international agierende Unternehmen wie wir wettbewerbsfähig bleiben können, muss der Strompreis auch für Mittelständler von Abgaben entlastet werden.“

Es war sehr spannend, den Arbeitsalltag in einem mittelständischen Industrieunternehmen kennenzulernen. Für mich als Landtagsabgeordnete ist es wichtig, aus erster Hand zu erfahren, was die Unternehmer umtreibt. Ich werde mich daher auch weiterhin für angemessene Energiekosten und den Abbau unnötiger Bürokratie einsetzen.

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