Städtepartnerschaften verbinden Menschen und Völker

7. Mai 2018

Ich wünsche mir mehr Städtepartnerschaften mit Israel für Gemeinden aus meinem Wahlkreis

Die aktuellen Nachrichten über antisemitische Aktivitäten in Deutschland sind für alle beunruhigend. Diese Vorfälle sind widerwärtig, vollkommen inakzeptabel und müssen schnellstmöglich bestraft werden! Ich bin entsetzt über die aktuellen Nachrichten über antisemitische Vorfälle in deutschen Großstädten.

Diese falsche Strömung, die von Hass und Angst genährt ist, muss mit allen Mitteln bekämpft werden. Hass und Angst kann man am besten mit persönlichen Freundschaften, individuellem Austausch und eigenen, positiven Erlebnissen begegnen, finde ich. Diejenigen, die persönliche Erfahrungen mit oder sogar in fremden Kulturen gemacht haben, sind weltoffen und fürchten sich nicht vor dem Fremden.

Daher freut es mich sehr, dass die Stadt Dormagen bereits mit der israelischen Stadt Kiryat Ono verpartnert ist und freundschaftliche Beziehungen pflegt. Die persönlichen Begegnungen und der Austausch sind kostbar und unersetzlich.

Ich rege daher an, dass auch andere Gemeinden aus meinem Wahlkreis sich um einen Austausch mit israelischen Gemeinden bemühen und so zu mehr Völkerverständigung und Frieden beitragen. Denn jeder kleine Schritt Richtung Frieden ist wichtig und bringt uns dem Ziel näher.

Wir müssen aber auch auf Bildung und umfassende Information der jungen Leute in unserem Land setzen. Aus diesem Grund hat der Landtag NRW unter Schwarz-Gelb die Mittel für Schülerfahrten an Gedenk- und Mahnstätten der Nazi-Gewaltherrschaft verdoppelt. Ich hoffe, dass viele Schulen dieses Angebot nutzen werden und diese Erfahrungsfahrten anbieten.

Eine persönliche und anschauliche Auseinandersetzung mit dem historischen Antisemitismus in Deutschland und seinen verheerenden Folgen, die im 2. Weltkrieg mündeten, führt zu einer gereiften Meinungsbildung und einer konsequenten Ablehnung des Antisemitismus in unserem Land. Diese Erfahrung, die man als Schüler gemacht hat, wirkt weiter und lässt die jungen Leute auch Rassismus und jede andere Form von Diskriminierung zurückweisen. Auf diesem Fundament ruht bekanntlich unsere friedliche Gesellschaft, in der sich alle Bürger frei entfalten können. Dies gilt es mit allen Mitteln zu erhalten und zu schützen.

 

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