Weltfrauentag – Teilhabe und Emanzipation waren lange nicht selbstverständlich

8. März 2018

Vieles von dem, was für uns heute selbstverständlich erscheint, mussten sich Generationen von Frauen hart erarbeiten. Die Erfolge stellten sich zunächst in kleinen Schritten ein. Ein Paukenschlag war jedoch die Einführung des Wahlrechts für Frauen, welches 1918 endlich gesetzlich verankert wurde. Dieses heutzutage selbstverständliche Menschenrecht wurde einerseits durch intensive Überzeugungsarbeit auf allen Ebenen der Gesellschaft vorangebracht, andererseits auf der Straße hart erkämpft.

Andere Erfolge gehen heutzutage in der kollektiven Erinnerung weitestgehend unter, so zum Beispiel die Einführung der Geschäftsfähigkeit von Frauen 1969 oder das Recht der freien Berufswahl- und ausübung, welches den Frauen erst 1977 zugesprochen wurde. Zuvor waren Frauen auf die Zustimmung des Vaters oder des Ehemanns angewiesen. All diese Vorschriften erscheinen uns aus heutiger Sicht, Gott sei dank, unvorstellbar.

Daher möchte ich den heutigen Weltfrauentag nutzen, um all den Menschen zu danken, die sich in der Vergangenheit für die Emanzipation der Frauen stark gemacht haben! Sie alle sind nicht nur leuchtende Beispiele für zivilgesellschaftliches Engagement; sie motivieren uns auch, die vor uns liegenden Aufgaben mit gesundem Optimismus und Ausdauer anzugehen.

Das Frauen auch heute noch in vielen Bereichen benachteiligt sind, sehen wir bei den aktuellen Debatten um Machtmissbrauch und sexuelle Gewalt oder bei Themen wie der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. So sind es nach wie vor vor allem Frauen, die im Job zurückstecken oder in den ersten Lebensjahren der Kinder daheim bleiben. Auch eine frühe Schwangerschaft darf keinen negativen Einfluss auf das gesamte spätere Berufsleben junger Frauen nehmen.

So ist es mir eine Herzensangelegenheit, jungen Müttern den Einstieg ins Erwerbsleben zu erleichtern. Als CDU-Landtagsfraktion engagieren wir uns daher für die Fortführung und den Ausbau der Teilzeitausbildung, um insbesondere jungen Müttern, die oftmals alleinerziehend sind, die Möglichkeit einer qualifizierte Ausbildung zu eröffnen. Sie sollen die Gelegenheit bekommen, gleichzeitig Familie und Ausbildung unter einen Hut zu bringen, um so in beiden Bereichen glücklich und erfolgreich zu sein.

Trotz all der großartigen Errungenschaften vergangener Tage bleibt also viel zu tun. Packen wir es an!

Ihre Heike Troles

 

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